logo st benedikt

Stand: 30.11.2021


Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste ab dem 30 . November 2021

Das Wichtigste ist in der Situation der Corona-Krise der Schutz der Gesundheit der Gläubigen. Die
Feier des Gottesdienstes ist ein Grundvollzug von Kirche und ein wesentlicher Glaubensvollzug
der Gläubigen. Insofern ist es ein wichtiges Anliegen, öffentliche Gottesdienste zu ermöglichen,
soweit es der Schutz der Gläubigen zulässt.
Bischof Dr. Franz Jung hat für das Bistum Würzburg die Feier öffentlicher Gottesdienste mit Dekret
vom 21. September 2020 grundsätzlich gestattet. Für die Durchführung gelten die aktuellen
staatlichen Bestimmungen. Darüber hinaus gelten die folgenden Rahmenbedingungen. Als
Anlage 1 des bischöflichen Dekrets sind sie diözesanes Recht und somit verbindlich zu beachten.

Allgemeine Rahmenbedingungen
1 Gottesdienste nach der 3G-Regel

Beschränkt sich die Teilnahme am Gottesdienst allein auf Personen, die entweder vollständig
geimpft, genesen oder entsprechend den Vorgaben getestet sind, entfallen die bisherigen
Abstandregeln. Allerdings besteht in diesen Gottesdiensten weiterhin Maskenpflicht (derzeit
medizinische Maske für Kinder und Jugendliche ab dem vollendeten 6. und FFP2 ab dem
vollendeten 16. Lebensjahr) auch am Platz.
Es gilt durch strikte Eingangskontrollen sicher zu stellen, dass die 3G-Regel gänzlich erfüllt ist.
Alle Arten von Gottesdiensten können nach den 3G-Regeln gefeiert werden, wenn dies mit Blick
auf die zu erwartende Zahl von Mitfeiernden notwendig erscheint.
Für die Kontrolle von 3G bei Gottesdiensten ist die örtliche Kirchengemeinde, vertreten durch die
Kirchenverwaltung, rechtlich verantwortlich. Sie kann die Kontrolle an geeignete Personen
delegieren.

2 Aufnahmekapazität der Kirche oder eines sonstigen Innenraums

Die Aufnahmekapazität einer Kirche oder eines sonstigen Innenraums, in der oder dem ein
Gottesdienst ohne Anwendung der 3G-Regel stattfinden soll, richtet sich nach den örtlichen
Gegebenheiten. Sie ergibt sich aus der Gesamtzahl von Einzelpersonen, zwischen denen ein
Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.
Der Abstand von 1,5 Metern zwischen Personen ist jederzeit einzuhalten.
Dabei gilt aber:
•Angehörige eines Hausstands sind zum Einhalten der Abstände untereinander nicht
verpflichtet. Wird der Mindestabstand durch zwei oder mehr Personen eines Hausstandes
zum nächsten ausgezeichneten Sitzplatz unterschritten, muss dieser frei bleiben. Die auf der
Basis des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen berechnete
Aufnahmekapazität der Kirche darf nicht überschritten werden.
•Die auf der Basis des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen
berechnete Aufnahmekapazität der Kirche ist auch dann einzuhalten, wenn vollständig
Geimpfte und Genesene an einem Gottesdienst teilnehmen (außer bei 3G). Diese dürfen
keine Plätze einnehmen, die mit Blick auf die Mindestabstände gesperrt sind.
Die Abstandsregelungen sind auch im Altarraum einzuhalten. Familienmitglieder in gemeinsamer
Wohnung sind auch hier zum Einhalten der Abstandsregel nicht verpflichtet.
Die Einhaltung der Abstandsregeln wird durch entsprechende Kennzeichnung von Plätzen
sichergestellt. Hieraus ergibt sich die Anzahl der belegbaren Plätze.
Darüber hinaus kann je nach Praktikabilität vor Ort eine Höchstzahl von Personen festgelegt werden.
Bei der Berechnung der Höchstteilnehmerzahl werden Priester, Diakon, und Lektor/innen sowie
Organist/in nicht mitgerechnet. Ministrantinnen und Ministranten hingegen sind mitzuzählen.,
Ein- und Ausgang müssen über vorgegebene Türen erfolgen. Die Wege im Inneren werden
festgelegt, Abstände sind auf dem Boden zu markieren. Fluchtwege sind offen zu halten.
Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 30. November 2021 S. 1
Größere Emporen können genutzt werden, wenn zum Spieltisch der Orgel oder sonstigen
Musikern ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

3 Festlegung des Teilnehmerkreises

Um sicherzustellen, dass die definierte Höchstzahl der Teilnehmer eingehalten wird und um
Menschenansammlungen vor dem Kircheneingang sowie Konflikte vor Ort zu vermeiden, muss
gegebenenfalls ein Anmeldeverfahren durchgeführt werden. Wenn aufgrund der regelmäßigen
Besucherzahlen sicher zu erwarten ist, dass die Anzahl der in der Kirche verfügbaren Plätze
ausreicht, ist kein Anmeldeverfahren notwendig.
Sofern ein Anmeldeverfahren durchgeführt wird, erstellt die Pfarrei für die Zugangskontrolle für
jeden Gottesdienst eine Teilnehmerliste mit den Namen. Diese Liste dient zunächst ausschließlich
der Zugangskontrolle. Um aber gegebenenfalls später den Gesundheitsämtern die Nachverfolgung
von Infektionsketten zu erleichtern, wird empfohlen, die Listen drei Wochen aufzuheben. Danach
müssen sie vernichtet werden.
Die Teilnahme von Personen mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegserkrankung, von
Personen, die mit COVID 19 infiziert oder an COVID 19 erkrankt sind oder die unter Quarantäne
stehen, ist nicht zulässig. Ebenso dürfen keine Personen teilnehmen, die vom Gesundheitsamt als
Kontaktperson der Risikogruppe 1 (Personen, die für mindestens 15 Minuten aus einem Abstand
von bis zu 2 Metern einen Kontakt zu einer infizierten Person hatten) eingestuft wurden.
Die Teilnehmer werden in geeigneter Weise, z. B. durch Aushang oder bei der Anmeldung, auf
diese Verbote hingewiesen.

4 Allgemeine Hygienemaßnahmen

Für den Gottesdienst sind folgende Hygienevorgaben und Maßnahmen zum Infektionsschutz
einzuhalten:
Während der gesamten Zeit vom Betreten des Innenraums oder des für einen Gottesdienst im
Freien vorgesehenen Areals sind die allgemeinen Regeln einzuhalten.
Der Einsatz eines Ordnerdienstes wird dringend empfohlen. Er stellt insbesondere bereits beim
Einlass sicher, dass die ermittelte Aufnahmekapazität eingehalten wird, und hilft bei der Platzwahl.
Der Ordnerdienst erfolgt durch geeignete Personen (Ehrenamtliche aus der Pfarrei oder ältere
Ministrantinnen und Ministranten). Sie müssen sich im Zweifelsfall bei ihren Hausärzten
rückversichern, dass sie keiner Risikogruppe angehören. Die Ordnerinnen und Ordner müssen eine
FFP2 (bzw. zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr eine medizinische) Maske tragen.
Weihwasserbecken dürfen nicht genutzt werden.
Bücher einschließlich der Gesangbücher dürfen dann ausgelegt werden, wenn sich die
Gläubigen beim Betreten der Kirche die Hände desinfiziert haben.
Bei der Kollekte können Helferinnen und Helfer den Gottesdienstteilnehmern das
Sammelkörbchen oder den Klingelbeutel hinhalten. Das Sammelkörbchen oder der Klingelbeutel
darf aber unter den Gottesdienstteilnehmern nicht weitergereicht werden.
Ab dem Betreten des Kircheninnenraums müssen alle Gottesdienstteilnehmer ab dem vollendeten

Lebensjahr eine Maske tragen (derzeit medizinische Maske für Kinder und Jugendliche ab dem

vollendeten 6. und FFP2 ab dem vollendeten 16. Lebensjahr). Nach staatlicher Vorgabe kann die
Maske am Platz abgelegt werden. Die Diözese empfiehlt aber dringend, bei allen Gottesdiensten
auch am Platz die Maske zu tragen. Den Verantwortlichen in den Gemeinden steht es frei, mit
Blick auf die örtlichen Verhältnisse gegebenenfalls in ihrem Bereich das Tragen von Masken
während des Singens oder des gesamten Gottesdienstes vorzuschreiben.
Zur Kirchenmusik siehe Abschnitt 4.
Alle im Gottesdienst gebrauchten Gegenstände werden nach der Feier in der Sakristei gründlich
gereinigt.
Die Bankreihen sind regelmäßig gründlich zu reinigen (nicht desinfizieren!). Der Kirchenraum muss
gut durchlüftet werden.
Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 30. November 2021 S. 2

Die Feier des Gottesdienstes
1 Einlass
Die Eingangstür ist geöffnet, damit niemand beim Eintreten Türgriffe anfassen muss.
Wird ein Ordnerdienst eingesetzt, so stellt er bei der Kontrolle am Eingang sicher, dass die
ermittelte Aufnahmekapazität eingehalten wird und dass die Gottesdienstbesucher bei
Gottesdiensten im Innenraum eine FFP2 (bzw. zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr eine
medizinische) Maske tragen. Ist die ermittelte Aufnahmekapazität erreicht, stellt der Ordnerdienst
während des Gottesdienstes sicher, dass keine weiteren Personen den Innenraum betreten.
In Kirchen mit Bankreihen ist darauf zu achten, dass die Plätze so eingenommen werden, dass
niemand aufstehen muss, um eine andere Person in die Bank zu lassen.

2 Liturgische Dienste

Zu jedem Zeitpunkt des Gottesdienstes sind die Abstandsregeln zwischen den Anwesenden, auch
bei denjenigen, die einen liturgischen Dienst ausüben, einzuhalten (s.o.).
Neben dem Priester kann ggf. ein Diakon seinen Dienst tun.
Die Zahl der Ministrantinnen und Ministranten bemisst sich an folgenden Kriterien:
•Der Abstand von 1,5 Metern zu Dritten kann zu jedem Zeitpunkt vor, während und nach
dem Gottesdienst eingehalten werden. Dabei sind die Größe des Innenraums und
insbesondere des Altarraums, aber auch die Laufwege und Aufenthaltsorte (Sitze,
Umkleidemöglichkeiten) zu bedenken.
•Die Zahl der Ministrantinnen und Ministranten muss in der Gesamtbesucheranzahl der
Gottesdienste mitgerechnet werden.
Der liturgische Dienst muss bei Gottesdiensten im Innenraum eine FFP2 (bzw. zwischen dem 6.
und 16. Lebensjahr eine medizinische) Maske tragen mit Ausnahme derjenigen Personen, die
gerade sprechen oder singen. Am Platz kann die Maske abgelegt werden.

3 Hygiene-Ausrüstung

Desinfektionsmittel und Masken für den Priester und ggf. den Diakon sowie erforderlichenfalls
den weiteren liturgischen Dienst sind unter Beachtung der Hygieneregeln vor Gottesdienstbeginn
so bereitzulegen, dass die jeweilige Person gut darauf zugreifen kann und sie nicht von einer
anderen Person berührt werden.

4 Verlassen der Kirche oder des sonstigen Innenraums

Nach dem Ende des Gottesdienstes verlassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kirche
reihenweise geordnet unter Einhaltung der Abstandsregeln bei der vorher festgelegten
Ausgangstür, die während des Verlassens der Kirche geöffnet bleibt, damit niemand beim
Verlassen der Kirche einen Türgriff anfassen muss.

5 Gottesdienste im Freien

Für Gottesdienste im Freien gelten die allgemeinen Abstandsregeln wie für Gottesdienste in
Innenräumen (siehe Abschnitt 1.2). Es empfiehlt sich, diesen Abstand durch das Aufstellen von
Stühlen oder Bänken im Vorfeld zu garantieren. Die Stühle oder Bänke dürfen dann nicht mehr
umgestellt werden.
Das Areal, in dem die Gottesdienstteilnehmer sich versammeln, sollte klar umrissen und
entsprechend gekennzeichnet sein. Die Höchstzahl der Mitfeiernden richtet sich danach, wie viele
Personen sich unter Einhaltung der Abstandsregeln in diesem Areal zu einem Gottesdienst
aufhalten können. Eine weitere Festlegung einer Höchstteilnehmerzahl gibt es nicht.
Wenn damit zu rechnen ist, dass mehr Gläubige an der Feier teilnehmen wollen, als zugelassen
werden können, ist ein Anmeldeverfahren durchzuführen.
Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 30. November 2021 S. 3
Es empfiehlt sich, mindestens zwei Personen für den Ordnungsdienst bereit zu stellen, die ggf.
weitere Personen zum Verlassen des Gottesdienstareals bewegen.
Zwischen allen Personen, die nicht zum gleichen Hausstand gehören, muss ein Mindestabstand
von 1,5 Metern gewährleistet sein.
Zur Kirchenmusik siehe Abschnitt 4.

Besondere Gottesdienstformen
1 Eucharistiefeier

a) Vorbereitung
Die Gefäße für die eucharistischen Gaben werden unter Beachtung aller hygienischen Vorgaben
(Maske, Handschuhe oder Desinfektion der Hände) für den Gottesdienst vorbereitet und befüllt,
mit Palla oder in anderer angemessener Weise abgedeckt und an die entsprechende Stelle im
Altarraum (Kredenz) gebracht. Die Ministranten bringen die Gaben zum Altar, bevor der
Priester/Diakon an den Altar tritt. Ggf. können die Gaben auch auf einem kleinen Tisch unmittelbar
in Altarnähe platziert werden oder der Priester holt sie selbst von der Kredenz.
Auch Kelchtuch und Lavabogarnitur sind vor Gottesdienstbeginn entsprechend durch den/die
Mesner/in zum Gebrauch für den Priester bereitzulegen.
Die Händewaschung vollzieht der Zelebrant alleine.
b) Hochgebet
Die Hostien bleiben während des gesamten Hochgebets zugedeckt in der Hostienschale. Nur die
Priesterhostie kann auf der Patene/in der Schale abgedeckt werden. Gleiches gilt für den Kelch.
c) Friedensgruß
Der Friedensgruß durch Handreichung oder Umarmung unterbleibt.
d) Kommunion
Die Kelchkommunion kann nur durch Eintauchen (Intinktion) empfangen werden. Die
Mundkommunion kann getrennt von der Handkommunion am Ende der Kommunionspendung
erfolgen. Kommt es zu einer Berührung zwischen Spender und Empfänger, muss sich der
Kommunionspender sofort die Hände erneut desinfizieren. Dies gilt auch bei der Handkommunion.
e) Kommunionspendung
Der Priester (Diakon/Kommunionhelfer/in) legt die FFP2-Maske an und desinfiziert sich die
Hände. Erst dann deckt er das Gefäß mit der Heiligen Kommunion für die Gemeinde ab und geht
zum Ort der Kommunionspendung.
Er reicht den Gläubigen unter Wahrung des für eine würdige Form der Kommunionspendung
größtmöglichen Abstands zur/zum Kommunikantin/-en die Heilige Kommunion, z. B. indem der
Spender die Kommunion (evtl. mit Schutzhandschuhen) austeilt in der Weise, dass er den Leib
Christi mit größtmöglichem Abstand in die ausgestreckte Hand bzw. auf die Zunge des/der
Kommunikanten/in legen kann. Die Spendeformel „Der Leib Christi“ kann in der üblichen Form bei
der Spendung jeder einzelnen Hostie verwendet werden.
Wenn die Gläubigen zum Empfang der Kommunion ihren Platz verlassen, müssen sie die Maske
anlegen. Wenn sie am Platz bleiben, müssen sie keine Maske anlegen.
Am Ende der Kommunionausteilung bringt der Priester (Diakon/Kommunionhelfer/in) die
übriggebliebenen konsekrierten Hostien in den Tabernakel.
Die in diesem Abschnitt genannten Regeln gelten in gleicher Weise für die Kommunionspendung
außerhalb der Messe.
Öffentliche Eucharistiefeiern, bei denen (aus Hygienegründen) nur der Priester kommuniziert,
widersprechen dem Sinngestalt der liturgischen Feier und sind nicht zulässig.
Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 30. November 2021 S. 4

2 Kindertaufe

Für die Feier der Kindertaufe gelten die gleichen Rahmenbedingungen wie für öffentliche
Gottesdienste. Der Mindestabstand muss jederzeit gewahrt werden.
a) Feierort
Der Feierort richtet sich nach den Gegebenheiten der Kirche. Sollte der Taufstein zu wenig Raum
für die Mindestabstände bieten, findet die Tauffeier vor dem Altar bzw. im Altarraum statt. Auf
häufige Ortswechsel wird verzichtet.
b) Taufriten
Die Bezeichnung des Täuflings mit dem Kreuzzeichen wird allein von den Eltern vollzogen. Die
Salbung mit dem Katechumenenöl entfällt.
Die Taufe selbst findet durch dreimaliges Übergießen statt. Die Taufe durch Untertauchen ist
derzeit nicht gestattet.
Vor der Chrisamsalbung desinfiziert sich der Taufspender die Hände. Bei der Taufe mehrerer
Kinder muss die Desinfektion zwischen jedem Kind wiederholt werden.
Das Bekleiden mit dem weißen Kleid und das Entzünden der Taufkerze vollziehen die Eltern.
Beim Effataritus vermeidet der Vorsteher die direkte Berührung der Täuflinge.

3 Firmung

Für die Feier der Firmung gelten die gleichen Rahmenbedingungen wie für öffentliche
Gottesdienste. Der Mindestabstand muss jederzeit gewahrt werden mit einer Ausnahme:
Firmpate und Firmling dürfen nebeneinander platziert werden. Auch bei der Firmung selbst darf der
Pate die Hand auf die Schulter des Firmanden legen.
Firmand und Pate tragen während der Firmung eine medizinische bzw. FFP2-Maske. Die Firmung
geschieht durch Watte oder nach gründlicher Desinfektion der Hände des Firmspenders. Die
Spendeformel wird wieder wie vorgesehen zu jedem Firmling gesprochen. Die Watte wird nach
der Feier verbrannt.

4 Erwachseneninitiation

Die Initiation Erwachsener ist analog der Vorgaben zu Kindertaufe und Firmung zu feiern.

5 Beisetzungen

Beisetzungen sowie Requien oder Wort-Gottes-Feiern für Verstorbene können nach den
allgemeinen Regeln für öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Eine Höchstzahl der
teilnehmenden Personen kann für die Feier auf dem Friedhof gegebenenfalls durch die
kommunalen Behörden als Friedhofsträger vorgegeben werden.

6 Wallfahrten und Prozessionen

Für Wallfahrten und Prozessionen gelten die allgemeinen staatlichen und diözesanen
Bestimmungen für Gottesdienste im Freien. Wenn eine zuständige Kreisverwaltungsbehörde
zusätzliche Bestimmungen erlassen hat, sind diese zu berücksichtigen.
Wallfahrten und Prozessionen sind mit einer Höchstteilnehmerzahl von bis zu 100 Personen
gestattet. Wallfahrten und Prozessionen mit mehr als 100 Personen können nur entsprechend
der 3G Regel durchgeführt werden.
Für die musikalische Gestaltung gelten die Bestimmungen für Gottesdienste im Freien (siehe
Abschnitt 4.1). Die hier genannten Abstände sind auch in Bewegung einzuhalten.
Weitere Informationen zur Kirchenmusik siehe Abschnitt 4.
Für Wallfahrten ist ein Anmeldeverfahren durchzuführen. Nicht angemeldete Personen dürfen
nicht teilnehmen. Die Teilnehmerliste ist zur Nachverfolgung einer eventuellen Infektionskette bis
14 Tage nach Ende der Wallfahrt aufzubewahren.
Für Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben und vergleichbaren Einrichtungen gelten die
aktuellen Vorgaben der Staatsregierung zur Beherbergung (u.a. Testpflicht bei der Anreise).
Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 30. November 2021 S. 5
Für Prozessionen ist ein Anmeldeverfahren durchzuführen, wenn zu erwarten ist, dass mehr
Personen als unter Einhaltung der Abstandsregeln möglich oder mehr als 100 Personen
teilnehmen wollen. Bei Prozessionen und Wallfahrten nach der 3G Regel ist ein
Anmeldeverfahren unbedingt durchzuführen.
Der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern aus verschiedenen Hausständen muss auch in Bewegung in jedem Fall eingehalten
werden. Um dies zu gewährleisten, werden Bodenmarkierungen am Ort der Aufstellung zur
Wallfahrt oder Prozession empfohlen.
Für Wallfahrten und Prozessionen muss ein Hygienekonzept erstellt werden. Dieses beinhaltet
mindestens folgende Punkte:
•Ein Verbot der Teilnahme von Personen mit Atemwegserkrankungen oder Fieber oder
unspezifischen Allgemeinsymptomen.
•Ein Verbot der Teilnahme von Personen, die an COVID 19 erkrankt sind oder infiziert sind
oder in den letzten 14 Tagen in Kontakt zu einer infizierten Person standen oder sich in
den letzten 14 Tagen im Ausland in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder sich in
behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne befinden;
•eine unter Berücksichtigung der Abstandsregeln und der örtlichen Gegebenheiten
ermittelte Höchstteilnehmerzahl;
•ggf. ein Anmeldeverfahren;
•Ort der Aufstellung, Ort der Auflösung, Wegstrecke, Orte der Stationen
•Maßnahmen zur Vermeidung von Zulauf durch Personen unterwegs oder an den
Stationen
•Abstandsregeln für die Zeiten in Bewegung und für Stationen;
•Regeln zum Tragen der Maske (immer dann, wenn sich voraussichtlich Abstände
zwischen den Teilnehmern oder zu Umstehenden nicht konsequent durchhalten lassen)
•Einsatz eines Ordnerdienstes;
•ggf. Regeln zum Einsatz einer Musikgruppe;
•Regelungen zur Bekanntmachung der Sicherheitsmaßnahmen (Aushang, Ansagen).
Verpflegung darf nur zum Verzehr am Platz (z.B. in Form von Lunchpaketen) ausgegeben
werden. Auch beim Verzehr ist der Mindestabstand von 1,5 Meter zu Personen, die nicht zum
gleichen Hausstand gehören, einzuhalten.
Für mehrere gleichförmige Prozessionen genügt ein gemeinsames Hygienekonzept.
Die Hygienekonzepte sind auf Verlangen den zuständigen Gesundheitsämtern vorzulegen. In
Zweifelsfällen ist vor der Durchführung der Wallfahrt oder Prozession die Zustimmung des
Gesundheitsamts einzuholen.

7 Kinder- und Familiengottesdienste

Bei Kinder- und Familiengottesdiensten gelten die gleichen Hygiene- und Abstandsregeln wie für
andere Gottesdienste. Kindergottesdienste sind für gewöhnlich keine Eucharistiefeiern und auch
bei Familiengottesdiensten empfiehlt es sich derzeit, auf die Eucharistie zu verzichten.
Mehrheitlich kommen die Mitfeiernden bei Kinder- und Familiengottesdiensten im
Familienverband. Es muss gewährleistet sein, dass zwischen zwei Familienverbänden ein
Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Wenn dies leistbar ist, sollte daher für
Kindergottesdienste eigens markiert werden. Außerdem sollten Ordner eingesetzt werden.
Die Eltern müssen ihre Kinder dazu anhalten, den Abstand zu anderen Kindern zu wahren.
Es empfiehlt sich, auf größere gemeinsame Bewegungen zu verzichten. Der gemeinsame Beginn
in der Kirche z.B. mit Auszug der Kinderkirche macht das Einhalten der Abstandsregeln schwierig.
Ein Kindergottesdienst sollte gleich am festen Ort beginnen.
Grundsätzlich sind Gottesdienste im Freien leichter zu gestalten. Hier kann durch
Gestaltungselemente besser auf die Einhaltung der Regeln geachtet werden (z.B. eine Sitzdecke
pro Familie).
Die Dauer des Gottesdienstes (und damit die Dauer der Zeit, in der die Kinder sich an die Regeln
halten müssen!) sollte auf eine halbe Stunde begrenzt werden.
Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 30. November 2021 S. 6
Statt für alle etwas gemeinsam zu gestalten, sind Anregungen für die „Decken-Familien-Gruppe“
günstig, entweder mit selbst mitgebrachtem Material, oder mit Dingen, die anschließend
mitgenommen werden dürfen. Denkbar und sinnvoll wäre auch eine weiterführende Anregung für
zu Hause.

Rahmenbedingungen für die Kirchenmusik
1 Allgemeine Regeln

Für alle Musikerinnen und Musiker, die vokal oder instrumental im Ensemble musizieren oder als
Kantoren/innen tätig sind oder solistisch ein Blasinstrument spielen, besteht die Verpflichtung zum
Nachweis von 2G Plus (geimpft oder genesen und getestet) als Voraussetzung zur
kirchenmusikalischen Tätigkeit.
Als Tests zugelassen sind PCR-Tests, die vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurden, oder
Schnelltests, die vor höchstens 24 Stunden vorgenommen wurden. Selbsttests unter Aufsicht vor
der Probe oder dem Gottesdienst sind möglich.
Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst dürfen ungeimpfte
Dirigent/innen weiterhin unter 3G Plus ihrer Tätigkeit nachgehen, während alle übrigen
Musiker/innen zwingend 2G Plus nachweisen müssen. Unter diese Regelung fallen auch
freiberufliche Dirigent/innen. In der Praxis bedeutet dies, dass Dirigent/innen ohne einen 2G-
Nachweis einen negativen PCR-Test nicht älter als 48 Stunden vor jeder Probe und jedem Auftritt
vorlegen müssen.
Für solistisch spielende Organistinnen und Organisten besteht bei Gottesdiensten die Verpflichtung
zum Nachweis von 3G (geimpft oder genesen oder getestet), bei Konzerten von 2G Plus.
Den Personen der Gruppe 2G Plus stehen gleich: Kinder bis zum Alter von 12 Jahren und 3
Monaten sowie minderjährige Schülerinnen und Schüler, die in der Schule regelmäßig getestet
werden.
Zum Eigenschutz und zum Schutz der anderen wird dringend empfohlen, auch am Platz und
beim instrumentalen Musizieren die FFP2-Maske zu tragen!
Muster-Hygienepläne zur Durchführung von Chor- und Bläserproben finden Sie aktuell unter:
https://liedplan.bistum-wuerzburg.de

2 Mitgestaltung von Gottesdiensten durch Chöre, Bläser, Instrumentalensembles

Im Innenraum:
Bei Gottesdiensten im Innenraum ist Vokal-, Chor- und Instrumentalmusik solistisch oder in
Ensembles zugelassen. Die Sängerinnen und Sänger des Chores/Ensembles sollten versetzt
stehen und seitlich zueinander einen Abstand von mind. 1,5 Metern einhalten. Zu den übrigen
Gottesdienstbesuchern und zum Dirigenten sollte ein Abstand von mind. 1,5 Metern eingehalten
werden. Der Einsatz sonstiger Instrumente (Streicher, Bläser, etc.) ist bei ausreichendem Platz
zum Einhalten des Abstandes (seitlich und in Spiel-, Blasrichtung 1,5 Meter) erlaubt.
Alle Kirchenmusiker/innen, auch Kantoren und Organisten, haben im Gottesdienst im Innenraum
die Pflicht, eine FFP2 (bzw. zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr eine medizinische) Maske zu
tragen. Am Platz kann die Maske abgelegt werden. Die Musiker/innen sind außerdem während
ihres Vortrags / Gesangs / Spiels von der Maskenpflicht befreit.
Die Anzahl der Musiker und Sänger bestimmt sich nach der Raumgröße, der
Höchstteilnehmerzahl, den Abstandsregelungen und den Hygienevorschriften für Solisten, Chöre
und Orchester.
Im Freien:
Bei Gottesdiensten im Freien ist Vokal-, Chor- und Instrumentalmusik solistisch oder in
Ensembles zugelassen. Die Sängerinnen und Sänger des Chores/Ensembles müssen versetzt
stehen und seitlich zueinander einen Abstand von mind. 1,5 Metern einhalten. Zu den übrigen
Gottesdienstbesuchern und zum Dirigenten sollte ein Abstand von mind. 1,5 Metern eingehalten
werden. Der Einsatz sonstiger Instrumente (Streicher, Bläser, etc.) ist bei ausreichendem Platz
zum Einhalten des Abstandes (seitlich und in Spiel-, Blasrichtung 1,5 Meter) erlaubt.
Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 30. November 2021 S. 7
Die Anzahl der Musiker und Sänger bestimmt sich nach der Platzgröße, den Vorschriften der örtl.
Verwaltung, der Höchstteilnehmerzahl, den Abstandsregelungen und den Hygienevorschriften für
Solisten, Chöre und Orchester. Für den Einsatz eines Bläser-Ensembles ist anhand der Vorgaben
der Staatsministerien ein auf die örtlichen Gegebenheiten angepasstes Schutzkonzept zu
erarbeiten1.

3 Kantorengesang

Der Kantorengesang nach der Lesung und das Halleluja vor dem Evangelium werden zum
Schutz der Mitfeiernden nicht vom Ambo aus gesungen, sondern von einem eigenen Mikrophon,
evtl. von der Empore oder dem Orgelraum aus. Zu Singen ist immer in seitlicher Richtung, nicht zu
den Gottesdienstteilnehmern.

4 Orgeln

Wenn Instrumente innerhalb von 24 Std. von mehreren Kirchenmusikern/innen gespielt werden
und/oder zur Aus- und Weiterbildung verwendet werden, besteht am Spieltisch ein erhöhtes
Infektionsrisiko. Weil eine Reinigung oder gar Desinfektion des Spieltisches, der Tasten oder
Manubrien nicht sinnvoll möglich ist, müssen alle Kirchenmusiker/innen beim Spiel und Betätigen
des Instrumentes geeignete Einmalhandschuhe verwenden. Das Spiel mit geeigneten
Einmalhandschuhen an allen Instrumenten, die von unterschiedlichen Musikern/innen innerhalb
von 24 Std. bespielt werden, ist auch beim Üben vorgeschrieben.

5 Geistliche Konzerte

Geistliche Konzerte auch in Kirchen unterliegen nicht den Regeln für Gottesdienste, sondern für
kulturelle Veranstaltungen. Damit gilt für die Konzerte verpflichtend 2G Plus für alle Besucherinnen
und Besucher und alle Mitwirkenden (hier brauchen also auch Geimpfte und Genesene zusätzlich
einen tagesaktuellen negativen Test. Hierzu zählen auch Selbsttests, die vor Beginn des
Konzerts und vor Einnahme der Plätze unter Aufsicht durchgeführt werden.
Zur organisatorischen Durchführung des Konzerts eingesetzte Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige
unterliegen 3G Plus (soweit nicht geimpft oder genesen also negativer PCR-Test nicht älter als 48
Stunden).
Es gelten zudem Personenobergrenzen. In Anspruch genommen werden darf indoor wie outdoor
maximal 25 % der Kapazität (also der unter normalen Bedingungen zur Verfügung stehenden
Plätze). Indoor muss bei allen Veranstaltungen durchgängig wieder Maske getragen werden,
auch am Platz. Außerdem muss zu Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, der
Mindestabstand (indoor und outdoor) eingehalten werden. Die Höchstteilnehmerzahl bestimmt
sich damit zugleich auch nach der Möglichkeit, den Mindestabstand einzuhalten.

Reinigung historischer Gestühle und liturgischer Gefäße

Grundsätzlich wird durch die personenbezogenen Vorgaben zur Durchführung von Gottesdiensten
(Maske, Desinfektion der Hände, Kontaktvermeidung etc.) bereits ein hoher hygienischer
Standard erreicht, der eine Weitergabe von Viren über die Oberflächen des Gestühls
unwahrscheinlich macht. Dennoch gilt in der aktuellen Situation auch hier größte Sorgfalt.
Bei der Verwendung der üblichen Desinfektionsmittel, die Alkohol und das Bleichmittel
Wasserstoffperoxid enthalten, kann es zu Schäden an der Oberfläche historischer Gestühle
kommen. Deshalb sollte zur Reinigung nur Seifenwasser (mit Neutralseife) verwendet werden.
Die Kontaktflächen (Griffbereiche der Bankwangen, Ablagebrett) sollten dabei mäßig feucht
gewischt und idealerweise mit klarem Wasser nachgereinigt werden.
Auch bei der Reinigung von Kelchen, Schalen etc. sollte kein Desinfektionsmittel, sondern
Seifenwasser eingesetzt werden. Dabei sollte keine Flüssigkeit auf den Oberflächen stehen
bleiben. Empfohlen wird, möglichst schlichte neuere Kelche, Kännchen etc. zu verwenden, die
sich leicht reinigen lassen.
1 Eine Mustervorlage ist über das Referat Kirchenmusik erhältlich und steht zum Download im MIT auf der Sonderseite
zu Corona im Ordner „Diözese“ oder unter https://liedpla n .bistum-wuerzburg.de bereit.
Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste vom 30. November 2021 S. 8

Bei der Markierung von Sitzplätzen sollte Klebeband zurückhaltend und mit Augenmaß eingesetzt
werden. Möglicherweise zurückbleibende Klebereste sind von den historischen Holzoberflächen
nur mit Aufwand zu entfernen.
Würzburg, 30. November 2021
Diakon Dr. Martin Faatz (Vertreter des Dienstgebers für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz)
Dr. Stephan Steger (Liturgiereferent)
Gregor Frede (Diözesanmusikdirektor)

Rahmenbedingungen_30.11.2021.pdf

­